Alle vier Bausteine der Kulturlandschaftsprojekte zielen auf den Aufbau eines regionalen Biotopverbundes für das Gewässernetz von Sülz und Agger. Dabei steht die ökologische Sicherung und Renaturierung der Flussauen im Vordergrund. Besonderes Augenmerk verdient die Sicherung und Wiederherstellung der "Durchgängigkeit der Fließgewässer" im Rahmen der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Diese Richtlinie verpflichtet uns in den nächsten Dekaden für alle Gewässer und Grundgewässer einen guten Zustand zu schaffen. Jedem Gewässer muss folglich seine biologische Selbstreinigungskraft zurückgegeben werden.
Im ersten Schritt müssen die eingeleiteten Arbeiten für eine Renaturierung der Aggeraue und der Sülzaue auf der Grundlage des Gewässerauenkonzeptes Agger (Aggerauenprogramm) und des Konzeptes zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern (KNEF) Sülz fortgesetzt werden. Den beiden Flüssen muss ihre Eigendynamik zurückgegeben werden. Mittelfristig wird das auch zu einer deutlichen Verbesserung z.B. des Fischbestandes führen, wie die ersten Erfolge des Wanderfischprogramms mit dem Lachs als Leitart zeigen. Eine nachhaltige Nutzung der Fischbestände durch den Angelsport oder sogar der beruflichen Fischerei ist eine wichtige Zukunftsvision und ein Maßstab für den Erfolg. Zur Umsetzung dieser umfangreichen Maßnahmen sollte eine intensive Abstimmung mit dem Projekt ´Interkommunales Ökokonto´ erfolgen. Das mit diesem Projekt verfolgte Ziel, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen künftig auf Gewässer und ihre Auen zu fokussieren, ist beispielgebend für weitere Kooperationen im Fließgewässerbereich der Region. Das ´Interkommunale Ökokonto´ ermöglicht die Bündelung von Einzelmaßnahmen zu größeren, zusammenhängenden Maßnahmen. Darüber hinaus ist die interkommunale Zusammenarbeit und die Aufwertung der Fließgewässer ein gutes Anschauungsbeispiel im Rahmen der KennenLernenUmwelt Initiative.
Neben der Renaturierung der Gewässer sind die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft an Agger und Sülz in Zusammenarbeit mit der zuständigen Landwirtschaftskammer und den Landwirten vor Ort, die ökologische Aufwertung von Auwäldern an Agger und Sülz und die Sicherung und Entwicklung historisch wertvoller Kulturlandschaftselemente von Bedeutung. An Hand von ausgewählten Standorten aus diesen Projektbereichen kann so ein komplexes Bild der Landschaftsgeschichte und –genese nachgezeichnet werden. Auch hier können die vier KennenLernenUmwelt-Standorte eine wichtige Orientierungsfunktion übernehmen.
Familienfreundlicher Agger_Sülz_Radweg
Kulturlandschaftsprojekte
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Informationssystem
Zeitplan der Gesamtperspektive
Das Leitbild - Klassenzimmer Kulturlandschaft
Struktur und Strategien zur Umsetzung - Projektarchitektur
