Ein außerschulisches Bildungsangebot an vier besonderen Standorten
 

Kulturlandschaft an Agger und Sülz

Alle vier KLU-Standorte liegen im Bereich der Flüsse Agger und Sülz. Sie formen einen Landschaftskorridor, der von einer typisch bergischen Kulturlandschaft mit Bau- und und Bodendenkmälern, dichtem Wald an den Hängen, Industrie und Landwirtschaft in den Flussauen sowie vielfältigen Aussichten geprägt ist.

KLU möchte ein neues Bewusstsein schaffen für diese Kulturlandschaft, ihre Geschichte und Besonderheiten. Ein Baustein des Projektes ist deshalb die Entwicklung von Routen rund um die Lernorte, die von den Bildungswerkstätten ausgehend die Kulturlandschaft erschließen und erklären. Unter der Bezeichnung “Agger-Sülz-Korridor” wurde dieser Projektbaustein während der Regionale 2010 in ein eigenes Projekt ausgegliedert, die Lernrouten und andere Projektbausteine wurden geplant und umgesetzt.

In Lohmar, Overath und Rösrath sind die Lernrouten seit 2012 ausgeschildert und können "erwandert" werden.

Die Idee, Lebensräume für Tiere und Pflanzen wiederherzustellen und zu sichern, steht im Mittelpunkt des Projektbausteins “interkommunales Ökokonto”. Zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft durch die Bauleitplanung oder andere Vorhaben lassen das Baurecht und das Landschaftsrecht eine zeitliche und räumliche Entkoppelung von Eingriffen und Kompensationsmaßnahmen zu. Zeitlich vor dem Eingriff durchgeführte Maßnahmen können dabei für spätere Eingriffe als Kompensation angerechnet werden. Alle Maßnahmen werden auf einem sog. Ökokonto geführt. Als wichtiger Kooperationspartner hat der Aggerverband die Verwaltung des gemeinsamen Ökokontos, des bundesweit ersten interkommunalen Projektes dieser Art, übernommen.

Naturschule Aggerbogen

Lernroute um den Aggerbogen

Kinder erkunden den Landschaftsgarten Aggerbogen. Ob selbständig oder angeleitet, kann mit den pädagogischen Mitarbeiterinnen der Naturschule abgesprochen werden. Es stehen Materialien für eine „große“ und eine „kleine“ Rallye zur Verfügung. Mit viel Spaß entdecken die Kinder die Flora und Fauna im Aggertal. Ausgerüstet mit einem Naturerlebniskoffer (Leihgebühr 15,00 Euro, Pfand 50,00 Euro) – um die ca. 1-stündige Wanderung von der Naturschule Aggerbogen ausgehend genauso spannend zu machen wie den Besuch selbst - können sich Gruppen und Klassen außerdem auf den Weg zum Bauerngut Schiefelbusch machen. Hierbei handelt es sich um einen typischen Hof aus dem Bergischen Land, Landwirtschaft zum Anfassen. Eine Anmeldung auf dem Hof ist zwingend erforderlich.

Lernroute um Gut Eichthal

Rund um Gut Eichthal wurde im Landschaftsraum des Agger-Sülz-Korridors eine Erlebnisroute eingerichtet. Das Informationskonzept mit einer ausführlichen Beschilderung ermöglicht ein selbständiges Erkunden. Alternativ kann eine geführte Tour zum Thema „Aggergold“ oder eine vierstündige Wanderung zum Thema „Bergbau auf dem Lüderich“ gebucht werden. Bitte fragen Sie am Standort Gut Eichthal nach.

Archäologiewerkstatt Gut Eichthal
Musik-, Tanz- und Theaterwerkstatt Schloss Eulenbroich

Lernroute um Schloss Eulenbroich

Haus Eulenbroich wurde als Wasserburg errichtet. Hier startet der Rundweg, der an Mühlenbach, Fischteichen und Gräften vorbei bis zur Süz führt. Zielpunkt ist eine schöne alte Eiche im Knie der Sülz. Von dort aus führt der Weg zurück zu Haus Eulenbroich. Auf diesem Weg lässt sich Wasser auf vielfältige Weise erleben, nicht nur durch die unterschiedlichen Gewässerformen wie Teich, Bach, Fluss und Graben. Das Leben am und im Wasser sowie der Umgang des Menschen mit dem Wasser werden mit allen Sinnen nachempfunden. Die Wanderung wird von einer Umweltpädagogin begleitet. Weitere Informationen erhalten Sie am Lernstandort Schloss Eulenbroich.

Lernroute um Burg Wissem

Die Tour führt von der Burg Wissem in den Troisdorfer Wald und die Wahner Heide. Dabei erlebt man auf spannende und lehrreiche Weise, welche vielfältigen Spuren der Mensch in der Natur hinterlassen hat. Waldwirtschaft, Schafzucht und Militär haben das Bild der Landschaft geprägt. Auf dem Weg liegen das Wildgehege, einheimische Laubwaldabschnitte, aber auch Lärchen- und Fichtenbestände für die Forstwirtschaft. Vorbei am malerischen Leyenweiher mit seinen Seerosen, Libellen und vielen Entenarten geht es zum Observatorium, das genau an der Schnittstelle zwischen Wald, Offenheide und Auenwald liegt. Der Rückweg führt durch die imposante Trockenheide und endet wieder an der Burg Wissem. Ein „Klassenrucksack“, der gegen Gebühr ausgeliehen werden kann, enthält Informations- und Arbeitsmaterial, dazu einige Sagen und Geschichten aus der Heide. Auf Wunsch können auch geführte Touren durch den Pfad der Sinne oder in die Wahner Heide gebucht werden. Anmeldung und Infos am KLU-Standort Burg Wissem.

Literatur und Kunstwerkstatt Burg Wissem
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